15 NAJU-Kinder besuchten am 13. Juni 2026 den Waldzoo Offenbach und lernten dort die faszinierende Welt der Eichhörnchen kennen. Besonderer Höhepunkt war ein erst zwei Wochen altes
Eichhörnchenbaby. Die Kinder durften bei der Fütterung zusehen und erfuhren von Wildtierpflegerin Melissa Reichl viele spannende Details über die Aufzucht der kleinen Wildtiere.
Beeindruckt waren die Kinder vor allem von der Tatsache, dass Eichhörnchen bei ihrer Geburt nur etwa so groß wie ein Gummibärchen sind. Die neugeborenen Tiere kommen nackt und blind zur Welt.
Durch ihre dünne Haut kann man sogar beobachten, wie die Milch beim Trinken in den Bauch läuft. Damit die Jungtiere überleben, müssen sie alle drei Stunden gefüttert werden – Tag und Nacht. Die
ehrenamtlichen Wildtierpfleger*innen sind daher rund um die Uhr im Einsatz, bis die Eichhörnchen nach etwa vier Monaten wieder in die Natur ausgewildert werden können.
Melissa Reichl berichtete, dass sie allein im vergangenen Jahr rund 150 Eichhörnchenbabys gepflegt hat. Außerdem erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über das Leben der Eichhörnchen: wie weit
sie springen können, was sie fressen und wie ihr Jahresablauf aussieht. Neben Walnüssen stehen auch andere Nüsse sowie Früchte von Buche, Eiche, Kiefer, Ahorn und Fichte auf ihrem Speiseplan.
Darüber hinaus fressen Eichhörnchen Kastanien, Knospen und gelegentlich sogar Vogeleier. Zu ihren natürlichen Feinden gehören Marder, Wiesel und Greifvögel. Dank ihrer besonderen
Fußgelenkstellung können sich Eichhörnchen mit allen vier Pfoten festkrallen und sogar kopfüber an Bäumen oder Hauswänden hinunterlaufen.
Der Waldzoo Offenbach kümmert sich neben Eichhörnchen unter anderem auch um Igel und Wildkaninchen. Die Kinder lernten, wie man sich bei gefundenen Wildtieren richtig verhält: Am besten wickelt
man sie vorsichtig in ein Handtuch, legt sie in einen Karton mit einer auf Körpertemperatur erwärmten Wärmflasche und bringt sie anschließend zu einer geeigneten Pflegestelle. Wichtig ist dabei,
die Tiere nicht selbst zu füttern.
Auch Spiel und Spaß kamen nicht zu kurz. Beim Nüsseverstecken und Wiederfinden, beim „Baumtelefon“-Lauschen, um herauszufinden, ob gerade ein Marder oder ein Specht unterwegs ist, sowie beim
Klettern auf Baumstämmen konnten die Kinder selbst erleben, wie sich ein Eichhörnchen im Wald bewegt.
Ein herzliches Dankeschön an den Waldzoo Offenbach und insbesondere an Melissa Reichl für diesen spannenden und lehrreichen Vormittag sowie für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz zum Schutz
heimischer Wildtiere.





