Krötenwanderung an der Oberschweinstiege

Erdkröten auf dem Weg zu ihren Laichplätzen im Jacobiweiher

Foto: Ulrike Frey
Gefahr in Verzug: So schnell wie möglich runter von der Straße. Foto: Ulrike Frey

Zwischen der Isenburger Schneise und der Oberschweinstiege wandern alljährlich zehntausende Amphibien (überwiegend Erdkröten) aus dem Wald Richtung Jacobiweiher, um dort zu laichen und somit für eine weitere Generation zu sorgen. Eine Zufahrtstrasse und zahlreiche Wege bedeuten dort jedoch Lebensgefahr für die Kröten. Um Verluste durch Überfahren zu vermeiden, sind menschliche (u.a. NABU-) Helfer gefragt.

 

Sobald die Krötenwanderung einsetzt (der genaue Termin ist von der Witterung abhängig), nehmen 3-6 Helfer Ihre Arbeit auf. Bei einsetzender Dunkelheit überwachen sie die Straßenabschnitte und räumen die Kröten beiseite sobald sich Fahrzeuge nähern. Bei milder, feuchter Witterung kann es zu einer sehr starken Wanderung kommen. Dann werden die Tiere kontinuierlich eingesammelt und im Bereich des Weihers wieder ausgesetzt. Bei geringerer Bewegung erfolgt das Ganze in Form eines "Fahrzeugbegleitservice". Die Helfer marschieren dann mit Lampen und Eimern ausgestattet vor den Fahrzeugen her, leiten sie um die Kröten herum oder räumen sie beiseite.

 

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, melden Sie sich gern bei uns! Die Aufgabe ist durchaus auch für größere Kinder geeignet, sollte jedoch von Erwachsenen begleitet werden. Ansonsten bieten wir regelmäßig Führungen in dem Gebiet an (siehe Termine).

Nachts unterwegs


Die Kröten wandern zwischen der Darmstädter Landstraße und der Isenburgerschneise. Für die Zeit der Krötenwanderung ist die Anfahrt über die Darmstädter Landstraße gesperrt.

 

Die Tiere sind im Frühjahr ab Anbruch der Dunkelheit und Temperaturen ab 5° C unterwegs.

 

Besucher des Restaurants Oberschweinstiege werden gebeten, in dieser Zeit Schritttempo zu fahren. Die Kröten sind auf dem dunklen Asphalt kaum zu erkennen.

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei dem Pächter der Oberschweinstiege, Herrn Federau, für die Unterstützung unseres Projekts bedanken.

 


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